Kooperation zwischen der Management-Akademie der Sparkassen-Finanzgruppe und der DUW


Die Deutsche Universität für Weiterbildung (DUW) kooperiert seit Mai 2010 mit der Management-Akademie der Sparkassen-Finanzgruppe: der berufsbegleitende Masterstudiengang Compliance (Abschluss: Master of Arts) wird an der DUW mit einem sparkassenspezifischen Fachmodul angeboten, welches in Form des Fachseminars durchgeführt wird.

Duw und Sparkasse

Die Management-Akademie ist die zentrale Weiterbildungsstätte der Sparkassen-Finanzgruppe. Sie ist eine Abteilung des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes der Geschäftsstelle in Bonn und übernimmt verbandspolitische Aufgaben im Bereich
Personalwirtschaft und Personalentwicklung. In Arbeitsteilung mit elf regionalen Sparkassenakademien konzentriert sich die Management-Akademie auf die Zielgruppen Vorstände, Führungskräfte, High Potentials und Top-Spezialisten.

Zwei Angebote zum Thema Compliance für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Management-Akademie der Sparkassen-Finanzgruppe

Fehlende Compliance stellt ein hohes Risiko dar: Regelverstöße werden von der Justiz geahndet und verursachen neben wirtschaftlichen Schäden in vielen Fällen auch einen beträchtlichen Imageschaden. Fehlende Compliance kann so letztlich dazu führen, dass sich Kunden, Geschäftspartner oder auch die Öffentlichkeit von einem Unternehmen distanzieren. Vor diesem Hintergrund sind mehr denn je Expertinnen und Experten gefragt, die in der Lage sind, wirksame Compliance in Sparkassen umzusetzen.

Fachseminar und Masterstudiengang im Bereich Compliance

Durch die modular integrative Variante bieten die beiden Weiterbildungsinstitute (DUW und Management-Akademie der Sparkassen-Finanzgruppe) den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Akademie eine interessante Form der Weiterbildung mit praktischem und wissenschaftlichem Fokus an:

  • durch die Teilnahme am Fachseminar der Akademie erlernen die Mitarbeiterinnen und die Mitarbeiter der Management-Akademie die unmittelbaren sparkassenspezifischen Compliance-Aspekte;
  • durch die Teilnahme am DUW-Masterstudiengang können die Mitarbeiterinnen und die Mitarbeiter der Management-Akademie das Themenfeld „Compliance“ sowohl fachlichwissenschaftlich vertiefen als auch den akademischen Abschluss des „Master of Arts“ erreichen.


Die DUW rechnet das praxisorientierte Fachseminar der Management-Akademie der Sparkassen-Finanzgruppe mit 25 von insgesamt 90 ECTS-Punkten auf den berufsbegleitenden Masterstudiengang Compliance an.

Den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Management-Akademie stehen mit dieser Kooperation drei Wege der Weiterbildung und Qualifizierung im Themenfeld „Compliance“ offen:

  1. Besuch des Fachseminars der DAS (Beginn Januar 2011)
  2. Besuch des Masterstudiengangs an der DUW (Beginn Oktober 2010) mit integriertem sparkassenspezifischen Fachseminar
  3. Besuch des Fachseminars (Beginn Januar 2011) sowie Beginn des Masterstudiums innerhalb der nächsten 3 Jahre

Zielgruppe

Das Fachseminar sowie der Masterstudiengang Compliance wenden sich an Top-Spezialisten (Compliance-Beauftragte, Führungskräfte und Vorstandsmitglieder [CCO]), die in Instituten der Management-Akademie der Sparkassen-Finanzgruppe mit dem Thema Regelkonformität befasst sind und sich mit Compliance-Fragestellungen beschäftigen.

 

Inhalte

Inhalte des sparkassenspezifischen Fachmoduls Compliance
im Rahmen des berufsbegleitenden Masterstudienganges Compliance an der DUW

Teil 1: (Rechts-) Grundlagen Compliance
  • Einführung in die Compliance – ein Muss für Sparkassen als Kreditinstitut: die einschlägigen Rechtsquellen und die Ziele der Sparkassen
  • Compliance als Zusammenspiel zwischen Ethik, Recht und Betriebswirtschaft
  • Überblick über die Tätigkeit des Compliance-Beauftragten
  • Compliance Policy
  • Verankerung im IKS-System
  • Möglichkeit der Auslagerung von Compliance
  • Verhältnis der §§ 31 ff. WpHG zu § 25a KWG nebst MaRisk
  • Umgang mit Compliance-Verstößen – Folge von Verstößen gegen Compliance-Vorgaben
Teil 2: „Allgemeine organisatorische Mindestanforderungen“
  • Verhältnismäßigkeitsgrundsatz als übergeordnetes Grundprinzip
  • Gesamtverantwortung der Geschäftsleitung
  • Verpflichtung gegenüber Vorstand und Aufsichts-/ Verwaltungsrat
  • Überwachung der internen Vorkehrungen zur Einhaltung der Organisations- und Verhaltenspflichten
  • Mittel und Verfahren des Compliance-Beauftragten
  • Erleichterungen für Häuser, die in der Regel nicht über compliance-relevante Informationen verfügen
  • Maßnahmen und Instrumente zur Erfassung und Überwachung der Weitergabe von compliance-relevanten Informationen
  • Überwachung und Kontrolle der Aufzeichnungspflichten, insbesondere der Pflicht zur Erstellung von Beratungsprotokollen
fakultativ zu Teil 2: „Mediations- und Präsentationstraining“
  • Geeignete Maßnahmen für den Umgang mit Interessenkonflikten:
    – Interessengruppen und Typen vonI nteressenkonflikten
    – organisatorische Vorkehrungen zum Interessenkonfliktmanagement
  • Mediation – Mediationsverfahren im Konfliktfall
  • Präsentationstraining zur Vorbereitung auf die Prüfung
Teil 3: „Besondere Anforderungen an die Compliance-Funktion“
  • Stellung des Compliance-Beauftragten
  • Aufgaben der Compliance-Funktion (Beratungs- und Unterstützungsaufgaben)
  • Verhältnis des Compliance-Beauftragten zur BaFin
  • Einzelaspekte (u. a. Mitarbeitergeschäfte, Werbe und Informationsmaterialien etc.)
  • Entwicklung eines Compliance-Handbuchs
Abschnitt 4: „Umsetzung und Prüfung der Compliance-Vorgaben“
  • IT-Compliance   
  • Personalcompliance
  • Prüfung der Compliance-Vorgaben durch den Wertpapierprüfer
  • Prüfung der Compliance-Vorgaben durch die BaFin (z. B. Anfrage, Begleitung, Schwerpunkte)



Inhalte des 24-monatigen Masterstudiengang Compliance an der DUW

Inhalte des Masterstudiengangs

Inhalte des Masterstudiengangs

 

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