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DUW-Monitor Karriereplanung

Angestellte, die sich weiterentwickeln, sind zufrieden. Aber nur rund jeder zweite Erwerbstätige erhält Fördermaßnahmen vom Arbeitgeber

Digitale Themenmappe zum DUW-Monitor Karriereplanung (PDF)

Stärken und Schwächen richtig einschätzen, Feedback vom Vorgesetzten erhalten und in die berufliche Zukunft blicken – im Dialog mit Personalverantwortlichen haben Angestellte die Chance, ihre Karriere voranzutreiben. Wer seine Ziele selbstbewusst anspricht und Unterstützung etwa in Form von Weiterbildung einfordert, kann Türen für den nächsten Karriereschritt öffnen.

Förderung kommt zu kurz

Doch: Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten meist gar nicht die Chance, mit ihren Vorgesetzten zu sprechen. Lediglich 57 Prozent der Angestellten in Deutschland führen Personal- und Entwicklungsgespräche. Zielvereinbarungen mit dem Chef trifft nicht einmal jeder Zweite (49 Prozent). Auch andere Fördermaßnahmen, die den Karriereweg maßgebend prägen können, kommen zu kurz.

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Unzufriedene Mitarbeiter

Die Folge: Wer sich bei der Karriereplanung nicht ausreichend unterstützt fühlt, ist unzufrieden. Und: Je weniger Fördermaßnahmen Angestellte erhalten, desto größer ist die Unzufriedenheit.

Dies zeigen die Ergebnisse einer Forsa-Befragung im Auftrag der Deutschen Universität für Weiterbildung (DUW). Im Rahmen des „DUW-Monitors Karriereplanung“ befragte Forsa 1.000 Erwerbstätige ab 18 Jahren. Um mehr über Tools und Trends der Karriereförderung sowie moderne Karriereplanung zu erfahren, führte die DUW zusätzlich Experteninterviews mit Personalverantwortlichen, Wissenschaftlern und Beratern. 

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Praxisnahe Weiterbildungen gewünscht

Angebote zur beruflichen Weiterentwicklung sollten laut Experten vor allem praxisnah und auf die individuellen Bedürfnisse der Lernenden abgestimmt sein. Die Erwerbstätigen, die Forsa dazu befragt hat, sind gleicher Meinung: 65 Prozent erwarten von einer akademischen Weiterbildung „konkretes Fachwissen für die berufliche Praxis“. Lediglich etwa jeder Zehnte wünscht sich „theoretische Hintergründe für wissenschaftliches Arbeiten“. Gut jeder Fünfte antwortet spontan „beides gleichermaßen“. 

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Zufriedene Mitarbeiter fördern und binden

„Der DUW-Monitor verdeutlicht die Relevanz von passgenauen Angeboten zur beruflichen Weiterentwicklung", sagt Dr. Julian Bomert, Kanzler der DUW. „Je nach individuellem Entwicklungsbedarf sollten Arbeitgeber ihre Angestellten bei der Karriereplanung unterstützen. Ob sich dazu etwa Weiterbildung, Mentoring oder Coaching eignet, lässt sich am besten im Personalgespräch erörtern. Wichtig ist, dass Vorgesetzte sich um die Karriereplanung ihrer Beschäftigten kümmern. Nur wer seine Beschäftigten individuell fördert, wird von zufriedenen Mitarbeitern profitieren, die bestenfalls lange im Unternehmen bleiben.“